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BeachBar01f in
Ist das Wasser in den Sommermonaten warm, stehen die Aussichten schlecht, auf Bernstein zu stoßen.
Denn nur, wenn das salzige Meerwasser kalt ist und dadurch eine große Dichte besitzt, treibt es den Bernstein nach oben.
Bei ca. 4 Grad Celsius Wassertemperatur löst sich der Bernstein aus dem Sediment und treibt an die Wasseroberfläche.
Die besten Chancen, Bernstein zu finden, haben Sammler deshalb nach Stürmen mit auflandigen Winden, vor allem im Herbst und Winter auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, auf Hiddensee, Rügen und Usedom.

Spuelsaumbernstein in

Dann heißt es früh aufstehen, denn sobald es heftig geweht hat, sind an den Stränden meist auch andere Bernsteinsucher unterwegs.
Eine Taschenlampe im Gepäck kann da sehr nützlich sein.
Meist versteckt sich der Bernstein zwischen Tang, Holz, kleinen Steinen und Muschelschalen im so genannten Spülsaum am Strand.

Wie erkenne ich Bernstein?

Fischlandbernstein in

Am Strand:
Vergleichen Sie das Gewicht: Bernstein ist sehr viel leichter als ein Stein gleicher Größe.
Tippen Sie vorsichtig mit dem Fundstück an Ihre Zähne (nicht schlagen!).
Bernstein klingt dumpf und verursacht kein unangenehmes Gefühl.
Ein vermeintlicher Bernstein, ein gelber Kieselstein oder eine kleine braune Glasscherbe, klingen hell und die Berührung ist unangenehm.
Bernstein fühlt sich genauso an, als wenn Sie mit dem Fingernagel Ihre Zähne berühren.
Zu Hause:
Falls Sie noch unsicher sind, stellen Sie zu Hause eine gesättigte Kochsalzlösung her (2 gehäufte Esslöffel Kochsalz in einem Glas auflösen).
Darin schwimmt Bernstein, während Stein, Glas und Kunststoffe zu Boden sinken.
Unter den verschiedenen Bernstein-Varianten ist der klare Bernstein am schwersten, der knochige am leichtesten.
Größere Fundstücke können Sie auch an Wolle reiben, denn Bernstein lädt sich dadurch elektrostatisch auf und zieht kleine Papierschnipsel an.

ZDF Dokumentation - Tränen der Götter - Bernstein aus der Ostsee

ZDF - Terra X - Geheimnisvoller Bernstein
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